Udo Hohenberger
Austria (*1967)

"Denn das bleibt der Antrieb des künstlerischen Menschen, jenes Paradoxon auflösen zu wollen, das Unsichtbare, Unsagbare und Undarstellbare auszudrücken, das Flüchtige und Vergängliche festhalten zu wollen."
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Statement:

Immer wieder walmen wogende, räumlich nicht verankerte Körperkonglomerate aus farbigen wie diffusen Urgründen empor und scheinen wieder darin zu versinken, mit ihnen zu verschmelzen, von ihnen aufgesogen zu werden. In einem kraftvoll tänzelnden, tanzendem Rhythmus auf,- und abschwellender Linien schälen sie sich Schicht für Schicht wie aus dünnen, durchsichtigen Eihäuten und farbigen Nebeln. Zarte Membrane verhüllen gerade Entborgenes, Geborenes. Gerade eben Definiertes wird wieder relativiert oder verwischt bis hin zu nahezu abstrakten organisch-weich und plastisch geformten Gebilden aus selbstständig plastifizierenden malerisch- weichen, feminin schwellenden Linien und voluminösen Farben.... Wenn es stimmt, dass die DNA des Menschen das gesamte Universum abbildet, dann sind das hier Bilder des Universums, denn es sind Menschenbilder. Und wenn es stimmt, dass das Universum ein Hologramm ist, dann ist auch der Körper des Menschen ein Hologramm und daher wird hier ganzheitlich gearbeitet, immer das gesamte Bild, die gesamte Form, mit dem ganzem Körper.......

Die Sucht kreativ zu arbeiten ist eine gute Sucht. Sucht kommt von Suchen- nun ergibt sich daraus die Frage- wer sucht und was ist es das gesucht wird? Und wenn es stimmt, dass das Bewusstsein sich selbst sucht, indem es sich in die Bewegung hineingebiert, von Bewusstsein in Ruhe zu Bewusstsein in Bewegung wird oder wir können auch sagen: zu Manifestation, d.h. zu Materie, zu Körper, zur dualen Welt der Phänomene oder zu künstlerischer Schöpfung, wer ist dann der Schöpfer? Das frage ich sie... Denn Bewusstsein in Ruhe und Bewusstsein in Bewegung sind eins.

Der Schöpfungsakt selbst ist von brachialer Natur, mit ganzem, intensivem Körpereinsatz, fest, geführt und bestimmt, scheint die Monumentalität der Werke dem zarten, sprilligen, körperlichen Erscheinungsbild des Künstlers zu widersprechen. Doch das täuscht –er ist sportlich, kraftvoll und schnell, mit lockerem Schriftzug bewegt er sich rasch und verbindend durch Raum und Zeit, er ist kein inhaltlicher Schwerenöter, sondern versinkt in der Schönheit und im Volumen von Linie und Farbe in der Ausgewogenheit von männlichem und weiblichem Prinzip.

Für Udo Hohenberger ist die Suche nach der optimalen Lösung noch nicht abgeschlossen. „Je länger ich arbeite, desto anspruchsvoller werde ich, es bleibt immer eine kleine Unzufriedenheit"...sagt er. Wie könnte es auch anders sein? Denn das bleibt der Antrieb des künstlerischen Menschen, jenes Paradoxon auflösen zu wollen, das Unsichtbare, Unsagbare und Undarstellbare auszudrücken, das Flüchtige und Vergängliche festhalten zu wollen. Aber niemals ist die Landkarte der Weg selbst. Die göttliche Vollkommenheit wie die Zeitlosigkeit liegen jenseits der Dualität und sind damit für den polaren Verstand nicht faßbar. Dieses kann nur erfahren, nicht jedoch gänzlich mitgeteilt werden.

Udo Hohenberger skizziert nicht, sondern manifestiert dezidiert, immer und immer wieder. Der Blick des Bertrachters vermag sich in den Ebenen des bereits Entschwundenen ebenso zu verlieren wie er sich an dem kraftvoll erneut Definierten festzuhalten vermag. Die Bewegung entsteht nicht allein durch die melodische Dynamik des Striches sondern auch durch das Alternieren mit der Malerei. Es versinkt stets die ganze Form, wird aber noch durch die Schleier hindurch erahnt und erkannt. Das im Körper Manifestierte ist dichter, träger, schwerer, vergeht nur langsam, sein Versinken kann daher nachvollzogen werden. Das Vorangegangene ist noch ahnungsvoll da wenn das Gegenwärtige erscheint. Alles geschieht zur gleichen Zeit.

Die packenden graphischen Linien ziehen unseren Blick über das Werk, sie bilden Formenkonglomerate und sorgen im unendlichen Raum der Farbe für die Ausgewogenheit zwischen manifest und transzendent. Die Spannung liegt im Tanz zwischen diesen beiden Prinzipien und dieser Tanz bedeutet dynamische Bewegung, und das ist das Leben, das immer fließt...oder Bewußtsein in Bewegung, oder auch : Schöpfung.

Und vergessen Sie nicht : Bewußtsein in Ruhe und Bewußtsein in Bewegung sind EINS.

- Frau Dr. Waltraud Schwarzhappl

EN:
Statement:

Billowing, spatially unanchored conglomerations of bodies rise from colorful and diffuse primeval grounds and appear to sink back into them, mix with them, and be consumed by them over and over. They peel off layer by layer, as though from thin, transparent egg skins and colored mists, in a dynamic, dancing rhythm of rising and falling lines. What has just been revealed, the birth, is shrouded in delicate membranes. What was just defined is once more relativized or obscured, becoming nearly abstract organic-soft and plastically made forms with autonomously plasticizing feminine swelling lines and copious hues. These are images of the cosmos because they are images of man, if it is true that human DNA represents the entire universe. The human body is also a hologram if the theory that the cosmos is a hologram is accurate, hence the work done here is holistic because it always involves the entire image, form, and body.

A healthy addiction is the need to be creative. Addiction results from searching, thus who is seeking and what is being looked for become questions. And if it is true that awareness gives birth to movement in order to express itself—from consciousness at rest to consciousness in motion—who is the creator of matter, the body, the dual universe of phenomena, or creative creation? I do so, because awareness at rest and consciousness in motion are essentially the same thing.

The monumentality of the works appears to contradict the delicate, vivacious physical aspect of the artist. The act of production itself is of a brutal nature, requiring entire, intense physical effort that is firm, led, and determined. This, however, is misleading because while he is powerful, athletic, and rapid, he is not content-heavy and instead gets lost in the volume and beauty of line and color in the harmony of the male and female principles.

For Udo Hohenberger, the pursuit of the ideal answer is still ongoing. There will always be some unhappiness, he claims, no matter how long he works or how demanding he gets. What alternative outcome is possible? Because resolving this conundrum, expressing the indescribable, unrepresentable, unseen, and desire to capture the transient and transitory still drives the creative man. But a map is never the actual route. Because they are outside of duality and are therefore incomprehensible to the polar mind, heavenly perfection and timelessness. This cannot entirely be expressed verbally; it can only be experienced.

Udo Hohenberger repeatedly manifests, rather than just sketching. The gaze of the viewer has the capacity to hang on to what has been dramatically redefined as well as to lose itself in the planes of what has already vanished. The movement emerges from both the alternation with the picture and the melodic dynamics of the stroke. Even if it always sinks the entire form, it is nevertheless recognizable and guessed through the veils. Because it is denser, more inert, heavier, and moves more slowly when realized in the body, sinking may be tracked. When the current time arrives, the past is still looming over us. Everything takes place simultaneously.

The gripping graphic lines draw our gaze across the work, forming conglomerates of forms and providing the balance between manifest and transcendent in the infinite space of color. The tension lies in the dance between these two principles and this dance means dynamic movement, and this is the life that is always flowing...or consciousness in motion, or also: creation.

And do not forget : Consciousness at rest and Consciousness in motion are ONE.
- Mrs. Dr. Waltraud Schwarzhappl

Take a look at Udo's artworks via Arthentico gallery.

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